Schnitttest/Tameshigiri

Technik: Denke nie an die Reisstrohrolle vor dir. Stelle dein Distanzgefühl richtig ein, indem du dich wie in den Katas bewegst. Konzentriere dich auf das Te no uchi am Ende des Schnittes und auf den Zug mit der linken Hand (bei einem Kesa giri oder Kiri oroshi). Mach einen sauberen Schnitt, nicht einen Schlag mit dem Hackebeil. Die ganze Kraft kommt aus dem Hara (Unterbauch). Der Schnittwinkel ist entscheidend , ob du einen Schnitt als Wohltat oder als Würgerei empfindest. Schneide möglichst steil durch die Rolle.
Schnittmaterial: In Europa erhältliche  Badematten aus chinesischer Produktion eignen sich bestens. Zwei oder drei davon werden gewässert und gerollt. (3 Tage wässern, 1 Tag abtropfen lassen). Zusammenbinden mit Kabelbindern (4 Stück auf eine Rollenlänge).

Am besten eignen sich jedoch zwei Tatamimatten. Sie sind verflochten und fransen nicht aus.

Schnitte:  
Sinn:
Im Zentrum eines jeden Schnittes steht das Überprüfen der Schnitttechnik und das Überprüfen des Distanzgefühls. Hör auf, wenn du "schnittgeil" wirst. Sei dir bewusst, dass jeder Schnitt eine Begegnung mit dem Tod ist.
Es ist ein Ehre, den Tod erteilen zu können oder empfangen zu können. Entwerte deine Seele nicht, in dem du an einer Reisstrohmatte Ansehen aufbaust. Arbeite an dir. Du bist nicht alleine.
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autor und für die Seite verantwortlich: Karl Traber (22.11.2005)