The Keller-Gilera

Im Jahre 1952 erschien der begnadete Mechaniker Jakob Keller aus Zürich mit einem aufsehenerregenden Gerät in der schweizer Rennszene. In der Klasse bis 500ccm fuhr er damit alles in Grund und Boden. Er hatte einen Gilera Saturnomotor zu einem Motor mit obenliegenden Nockenwellen umgebaut.

 

 

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Die Konstruktion erregte damals grosse Aufmerksamkeit. Sogar das Gilera-Werk wurde auf Keller und seine Konstruktion aufmerksam. Das Werk fragte ihn an, ob sie seinen Motor auf dem Prüfstand ausmessen und zerlegen durften. Im Gegentausch dazu erhielt er für die Zeit der Vermessung im Werk einen der raren 4-Zylindermotoren.

(Die 4-Zylindermotoren waren damals die bestgehüteten Schätze im Rennsport. Erst nach 1957, als sich Gilera gemeinsam mit Mondial und Moto Guzzi aus dem Rennsport zurückzog, gelangten die schnellen 4-Zylinder in Privathände.)

Die Messung auf dem Prüfstand ergab, dass der Kellermotor mehr Leistung brachte als die damalige Entwicklungsstufe der 4-Zylindermotoren.

Der Kellermotor wurde darauf noch einige Jahre in einem Formel-3 -Fahrzeug eingesetzt, bis er dann durch den Restaurator Karl Dengler in einem SanRemo-Fahrgestell zu neuem Leben erweckt wurde. Karl Dengler bewegt dieses Unikat noch heute an verschiedenen Veteranenrennen im In- und Ausland.

Für die Website verantwortlich: Karl Traber