Otto Taiana Grosser Preis von Zürich 1960

Auf der Allmend Zürich wurde im Jahre 1960 ein Rasenrennen mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Ueberraschungssieger war der damals noch relativ unbekannte, 24jährige Otto Taiana. Wie konnte er dieses schnelle Rennen gewinnen, nachdem er doch einige frühere Rennen mit Motorschaden beenden musste? Das Geheimnis sieht man im nebenstehenden Bild: Seine 250er Matchless wurde mit einem Tourenzähler ausgestattet! Alle vorherigen Motorschäden sind entstanden, weil Taiana grosse Freude an hochdrehenden Motoren hatte und die Motoren drehen liess bis es klingelte. Neben erleichtertem Ventiltrieb und vergrössertem Einlass war dieser Drehzahlmesser das entscheidende Tuning für seinen Sieg.

Unten: Stilstudie


Der Meistertip:

Die Generalvertretung der Motom-Werke vergab jedes Jahr 2 Werksrennmaschinen an junge, hoffnungsvolle Piloten. Im Jahre 1960 an Otto Taiana und Oskar Engeli. Beide starteten gemeinsam zu ihrem ersten Lauf Ollons-Villards. Otto Taiana gewann diesen ersten Lauf trotz deutlich höheren Körpergewichtes. Oskar Engeli fragte Taiana nach dem Geheimnis seiner Schnelligkeit. Taiana sagte ihm, er müsse einfach immer den kürzesten Weg fahren und möglichst lange mit dem Körper über dem Gras bleiben. Oskar Engeli hat diesen Ratschlag bestens beherzigt: Taiana gewann die ganze Saison kein Rennen mehr gegen Oskar Engeli und dieser wurde Schweizermeister 50ccm.

Gimel 1960


Seitenwagen

Im Jahre 1963 erwarb Otto Taiana ein BMW RS-Gespann in Oesterreich. In seiner ersten Rennsaison wurde er mit Beifahrer Erwin Kägi als Neuling "nur" Vizemeister.

Taiana/Amsler in Lucens 

 Taiana/Amsler in Lucens

 Taiana/Amsler in Hockenheim (Querspange)

     

In seiner zweiten Saison 1964 wurden Otto Taiana und sein Beifahrer Erwin Amsler Schweizermeister Seitenwagen.

Palmares:

 1964

 Schweizermeister  Im Jahre 1965 wurde Florian Camathias Schweizermeister und im Jahre 67 wurden Taiana/Amsler von Fritz Scheidegger geschlagen. Die internationalen Fahrer hatten Werksmotoren und konnten durch einen Landesmeistertitel im Palmares ihr Startgeld im folgenden Jahr aufpolieren

 1965

 Vizemeister

 1966

 Schweizermeister

 1967

 Vizemeister

 

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